Buchtipp: Ursula K. Le Guin, Erdsee

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Das Foto ist von hier, wo der Animé-Film “Tales from Earthsea” von Goro Miyazak vorgestellt wird. Er ist, wie die US-amerikanische Verfilmung aus dem Jahr 2004, ist sehr umstritten.

csm_produkt-8702_77c5f4b835Die US-amerikanische Science-Fiction- und Fantasy-Autorin Ursula K. Le Guin steht schon seit Anfang der 1990er auf meiner Leseliste. Jetzt ist mir endlich ihre Erdsee-Trilogie (1960 bis 1972) begegnet, und ich habe sie sehr gern gelesen – obwohl Fantasy nicht meins ist. (Das vierte, 1990 erschienene Buch kenne ich noch nicht).

Vor allem der erste Band, „Der Magier der Erdsee“ hat mich beeindruckt. Eigentlich eine psychologische Studie eines Menschen und seines „Schattens“, aber auf eine sehr zeitlose mythologische Ebene gehoben; wenige, dafür umso eingehender gezeichnete Charaktere; eine langsame poetische Erzählweise.

Viel Landschaft, viel Meer, wenig Interieur:

„Endlich aber merkte er, dass er in einem Bett lag. Allerdings war es ein Bett, das ihm völlig fremd und ungewohnt war. Er lag auf einem Rahmen, der auf vier hohen, ungeschützten Beinen stand. Die seidenen Matratzen waren mit Daunen gefüllt, daher rührte wohl das Gefühl des Schwebens, wohl um den Luftzug abzuhalten … Ged sah einen Raum, dessen Wände und Boden aus Stein waren. Durch drei hohe Fenster sah er das kahle, braune Moor …“

Erdsee, Heyne 1989, S. 143

 

 

 

 

 

 

 

 

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