Juri Ritcheu: Die Reise der Anna Odinzowa

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Auch innen sitzen die Tschuktschen auf Walskeletten, das Foto ist von hier.

Von dem sibirischen Aut0r Juri Rytcheu wollte ich schon lange einmal etwas lesen, schon allein, um mehr über den Schamanismus der Tschuktschen zu erfahren. Im Roman “Die Reise der Anna Odinzowa” wird erzählt, wie eine russische Ethnologin zur Schamanin ausgebildet wird. Trotz esoterischer Thematik sehr bodenständig und einfach erzählt. Auch das Interieur in den Jaranga-Zelten kommt in der Geschichte immer wieder vor:

In der linken Ecke flackerte lustig ein offenes Feuer, mit heller Flamme brannten darin Stücke einer trockenen Flosse … Am Kopfende des Pologs (= Ruhestätte) standen auf einem niedrigen Tischchen glänzende Flaschen mit dem üblen fröhlich machenden Wasser und Teetassen. Ein Teil der Gäste setzte sich auf den Kopfstützbalken, die anderen Namen auf den weißen Walwirbeln Platz, die als Hocker dienten.

Unionsverlag Zürich, 2000, S. 51

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